Teilnahme von HB9HTC am Helvetia Contest (H26) 2026
Vorbereitung und Anreise am Freitag
Der diesjährige Helvetia Contest (H26) fand am Wochenende vom 25. und 26. April 2026 statt. Unter der bewährten Leitung von Clemens, HB9EWO, konnte der HTC auch dieses Jahr wieder ein motiviertes Team für die Teilnahme zusammenstellen. Ein grosses Dankeschön gebührt Clemens und Hugo, HB9AFH, die bereits in den Tagen zuvor viel Arbeit geleistet hatten, indem sie das gesamte Material akribisch zusammenstellten und kontrollierten. Da Hugo zudem alle Kabel vorbildlich beschriftet hatte, war die Basis für einen reibungslosen Ablauf gelegt.
Der offizielle Startschuss fiel am Freitag, dem 24. April 2026, um 12 Uhr mittags. Clemens HB9EWO, Urs HB9ABO, Uli HB9CGA und Marcel HB9TWM trafen sich im Restaurant Hoher Hirschberg im Kanton Appenzell Innerrhoden. Ein feines, gemeinsames Mittagessen bildete den gemütlichen Auftakt für die diesjährige Mission H26-2026.
Aufbau der Station und technische Herausforderungen
Bei schönstem Wetter ging es am Freitagnachmittag zügig an den Aufbau der Antennen und das Einrichten des Shacks. Als Antennen kamen ein Kelemen Trap-Dipol für die unteren Bänder (160m, 80m und 40m) sowie eine Vertikal-GP-Antenne (GPA-3) für die oberen drei Kurzwellenbänder (20m, 15m und 10m) zum Einsatz. Im Shack wurde die Station mit Geräten aus dem Hause Elecraft eingerichtet: ein K3 Transceiver, ein passender 500W Leistungsverstärker (PA) und ein externer Antennentuner. Als Log-Programm wurde N1MM installiert.
Beim anschliessenden funktionalen Test der Station stiess das Team jedoch auf unerwartete Probleme. Während auf dem 10m-Band (28 MHz) alles bestens funktionierte, zeigte das Tuning der Antenne auf allen anderen Bändern ein völlig unzuverlässiges, erratisches Verhalten. Mit einem Antennen-Analyzer wurde der SWR-Verlauf akribisch aufgezeichnet und tiefgründig diskutiert. Es wurde gemessen und die Antennen wurden verlängert – zunächst ohne sichtbaren Erfolg, während die Zeit verstrich und der Durst der Mannschaft immer grösser wurde.
Schliesslich wurde die Ursache beim Studium des K3-Manuals entdeckt: Im Konfigurationsmenü muss für jedes Band einzeln festgelegt werden, ob der interne Tuner überbrückt (bypassed) wird. Dies war nur für das 10m-Band korrekt eingestellt. Auf den anderen Bändern versuchte der interne Tuner des K3 den externen Tuner nach der PA zu tunen, während der externe Tuner versuchte, die Antenne an die sich ständig ändernde Impedanz des K3-Einganges anzupassen. Nach der richtigen Anpassung der Konfiguration funktionierte die Station einwandfrei, und das Team konnte den wohlverdienten Durst löschen. Der Abend klang bei bester Witterung gemütlich aus.
Samstagvormittag: Team-Erweiterung und SOTA-Aktivitäten
Am Samstagmorgen wurden alle Bänder nochmals getestet und das Log-Programm N1MM optimal an die Wünsche der Operatoren angepasst, sodass die Abläufe geübt werden konnten. Gegen Mittag wurde das Team durch die Ankunft von Sven HB9DXB, Christian HB9BJL und Peter HB9TVK komplettiert. Zudem besuchten Paul HB9DST und seine Partnerin die Gruppe auf dem Hirschberg zum Mittagessen. Sven richtete ausserdem einen temporären Hotspot ein, um während des Contests Echtzeit-Daten über andere Contest-Stationen anzuzeigen.
Da das Restaurant Hoher Hirschberg in der grossen SOTA-Aktivierungszone für HB/AI-010 liegt, nutzten einige Funkamateure die verbleibende Zeit vor dem Contest-Start für eine Aktivierung. Marcel, HB9TWM, fand wenige Gehminuten entfernt ein lauschiges Plätzchen am Golterberg, und auch Peter und Paul nutzten die Gelegenheit für eine kurze SOTA-Aktivierung von AI-010.
Der Contest und erfolgreicher Abschluss
Pünktlich um 15 Uhr am Samstagnachmittag nahm das Team den Contest-Betrieb auf. Die 24 Stunden Funkbetrieb verliefen ohne jegliche technischen Probleme. Die Ausbreitungsbedingungen (Condx) waren in Ordnung – ohne besondere Überraschungen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Ein kulinarischer Höhepunkt und eine willkommene Unterbrechung des Funkbetriebs war das Grand Diner, welches alle Beteiligten gemeinsam genossen.
Am Sonntag lag schliesslich eine stattliche Anzahl von Verbindungen im Log. Dank der speditiven und Hand in Hand gehenden Arbeit der OMs waren die Antennen und die gesamte Station im Handumdrehen abgeräumt und im Fahrzeug verladen. Nach einer letzten Erfrischung im Restaurant und dem Begleichen der Rechnungen verabschiedete sich das Team voneinander. Die Teilnahme hat allen grossen Spass gemacht – ein Wiedersehen im nächsten Jahr?